Alte Gerbi Oberuzwil
Die Alte Gerbi Oberuzwil ist jung geblieben
Anfangs Juni lud der Stiftungsrat des Kulturlokals Alti Gerbi Oberuzwil zu einem «Sommeranlass» für das ganze Dorf ein. Schon von weither hörte man die Pläuschler-Musig Oberuzwil spielen. Ob zum Grossaufmarsch wohl auch das Versprechen einer Gratiswurst beigetragen hat?
Gemeindepräsident Andreas Eisenring stellte in seiner kurzen Ansprache den Werdegang des Kulturhauses vor. Er dankte dabei den Gerbi-Nachbarn ausdrücklich für ihre Toleranz gegenüber manchmal entstehenden Lärmbelästigungen bei gewissen Anlässen. Wie schön, dass das Haus als Zeitzeuge aus einer vergangenen Zeit weiterhin einen festen Platz im Dorfgefüge behalten darf.
Auch Gemeinderätin Kathrin Germann-Alder, Präsidentin der Kulturkommission, richtete ebenfalls ein paar Worte an die Mitfeiernden. Der Gemeinderat habe sich viele Gedanken gemacht, wie das Dorf seine Lebensqualität behalten könne. Miteinander feiern gehöre da unbedingt dazu. Sie rief aber auch in Erinnerung, dass solche Anlässe keine Selbstläufer seien. Es brauche immer Menschen im Hintergrund, die ihre Zeit und ihre Talente für die Allgemeinheit zur Verfügung stellten.
Die Gemeinderätin wies zudem auf die Vielfalt an Vereinen in den Dörfern der Gemeinde Oberuzwil hin. Sie freue sich darüber, dass sich gleich vier Formationen aus dem Dorf – die Pläuschler-Musig Oberuzwil, die Musikgesellschaft Bichwil-Oberuzwil, der Jodlerclub Uzwil sowie der Männerchor Frohsinn – bereiterklärt hätten, den Abend mit Beiträgen zu bereichern.
Das Kulturlokal «Alti Gerbi» gibt es seit 23 Jahren. Vorher hatte das Haus lange als Lagerhalle für Gegerbtes gedient. Eisenring erzählte: «Im Obergeschoss lagerten damals unzählige aufeinandergeschichtete Flipperkästen, im heutigen Kulturlokal stank es erbärmlich und im Untergeschoss war alles bis zur Decke voll mit alten Autopneus.»
Mit dem Wetter hatte das Gerbi-Team ein Riesenglück. Als das Fest um 18 Uhr begann, war es auf den Festbänken an der Sonne sogar längere Zeit ziemlich heiss. Kurz nach 21 Uhr setzte dann Regen ein, deshalb verzogen sich viele ins Innere der Gerbi und feierten dort weiter.
Ein ausführlicher Bericht über den Anlass kann auf kulturnotizen.ch nachgelesen werden.
Annelies Seelhofer-Brunner